Historie
Vorbemerkungen: Auf www.das-klassische-china.de finden Sie sehr interessante Informationen zur Herstellung der chinesischer Tusche und eine sehr liebevolle und bis in das kleinste Detail beschriebene Sammlung chinesischer Tuschestücke, aus der die nachfolgend gezeigten Tuschestücke stammen.
Die Nutzung einfacher Tusche, die zur Dekoration von Töpferwaren, Inschriften auf Orakelknochen, Bambus- und Seidenstreifen, sowie für die Teppichherstellung benutzt wurden, läßt sich in China bis in die Prähistorie zurückverfolgen.
Erste Tuschsteine wurden in der Han-Dynastie (206 v.Chr.-220 n.Chr.) aus Kiefernruß hergestellt. In historischen Dokumenten ist zu lesen, dass die leitenden Beamten monatlich Yumi-Tuschesteine erhielten. Yumi, das heute im Bezirk Qianyang in der Provinz Shaanxi liegt, befindet sich nah dem Berg Zhongnan, der zu dieser Zeit überreichlich mit Kiefern bewachsen war. Aufgrund des guten Rufes von Yumi bei der Tuscheherstellung, kennzeichneten später Hersteller ihre Tuschesteine aus Werbegründen mit "Alt Yumi" oder ähnlichen Bezeichnungen.

Zur ausführlichen Beschreibung
Der berühmte Kalligraf Wei Dan, der in der Zeit der 3 Reiche (220-280) lebte, stellte auch besonders gute Tuschesteine her. Die von ihm hergestellten Tuschesteine waren hart und von feiner Beschaffenheit und zu seiner Zeit zusammen mit den Schreibpinseln von Zhang Zhi und dem Papier von Zuo Bo gut bekannt.
Neben Kiefernruß wurde bald auch Ruß aus dem Öl der Samen des Tungbaumes, Petroleumruß und Lackruß verwandt.
Der Ruß aus alten Kiefern ist fettig und dick. Die Tinte daraus ist schwarz und glänzend und eignet sich sehr gut zum Schreiben, aber nicht für die Malerei. Tuschesteine daraus sind oftmals mit "Kiefernruß" oder "Kiefernkohle" gekennzeichnet.
Der Ruß aus dem Öl der Samen des Tungbaums hat eine sehr gute Qualität und kann in großen Mengen hergestellt werden. Die Tinte daraus eignet sich sowohl für die Kalligrafie, als auch für die Tuschmalerei. Tuschesteine daraus sind oft mit "Tributruß", Spitzenruß", "Super Ruß", usw. gekennzeichnent.
Ich hoffe bald die Zeit zu finden, um diesen Text fortsetzen zu können.
Quelle: Zhang, Wei: The Four Treasures Inside the Sholar's Studio, Long River Press 2004
Ein Buch, in dem Sie weitaus ausführliche Informationen finden werden und das wir Ihnen wärmstens empfehlen möchten.

